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Die Parther – Die Vorfahren der Zaza

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Höchstwahrscheinlich handelt es sich bei den Parthern um die Vorfahren der Zaza. Obwohl die Parther Persien mehrere Jahrhunderte regiert haben, ist den meisten Leuten kaum etwas über sie bekannt.

Überblick über die Parther und die Entstehung des parthischen Reiches

Die Parther stammten ursprünglich aus der eurasichen Steppe, in der damals iranische Reitervölker wie z.B. die Skythen lebten. Vor der Eroberung Persiens hießen sie „Parner“, die zu den „Dahae“ gehörten, einer Gemeinschaft von zentralasiatischen Nomaden. Sie Sprachen vor dem Eindringen nach Persien eine unbekannte ostiranische Sprache. Während der Zeit des makedonisch geprägten Seleukidenreiches drangen die Parther ab ca. 250 v. Chr. in Persien ein. Damals war das Seleukidenreich innerlich zerstritten und der östliche Teil des Reiches spaltete sich in zwei Provinzen auf, Baktrien und Parthien. Nach dem römischen Historiker Justin wurden die Parner von den Skythen verdrängt, was der Anlass für die Einfälle in das Seleukidenreich gewesen sein soll. 238. v. Chr. eroberten die Parther unter ihrem Anführer Arsakes Parthien (daher stammt der Begriff Parther) und übernahmen die Sprache der dort ansässigen Bevölkerung (Parthisch). Die Aneignung der Sprache erfolgte vermutlich in den ersten Jahrzehnten nach der Eroberung Parthiens und die neuen Herrscher bezeichneten sich zu dieser Zeit bereits als Parther.

Zwar konnten die Seleukiden Parthien kurzzeitig teilweise zurückerobern, nach und nach eroberten die Parther jedoch immer weitere Gebiete Persiens von den Seleukiden. Unter dem König Mithridates vertrieben sie 150 v. Chr. die Seleukiden und erlangten endgültig die Herrschaft über ganz Persien. Auch die abtrünnige Provinz Baktrien wurde 160 v.Chr. annektiert. Später, im Jahr 141 v.Chr. eroberte Parthien unter Mithridates noch Mesopotamien und Babylonien. 130 v.Chr. versuchten die Seleukiden ein letztes Mal, die verlorenen Gebiete zurückzuerobern, wurden jedoch erneut geschlagen. Ihnen blieb nur noch eine winzige Region, die 64 v.Chr. von den Römern annektiert wurde.

Kriege der Parther gegen das Römische Reich und der Untergang Parthiens

Das parthische Reich war geprägt von Kriegen gegen das Römische Reich. Zwar einigte man sich auf den Fluss Euphrat als Grenze zwischen den Ländern. 54. v. Chr. startete der römische Feldherr Marcus Crassus dennoch einen Krieg gegen Parthien, bei dem die Römer von den zahlenmäßig weit unterlegenen Parthern aber vernichtend geschlagen wurden und 20.000 Mann verloren. Kriegerische Handlungen zwischen den beiden Reichen dauerten weiterhin an, bis der römische Kaiser Augustus einen Friedensvertrag mit den Parthern unter ihrem König Phraates IV. abschloss, bei dem die umkämpfte Region Armenien den Römern zugestanden wurde. Später wurde dem parthischen König die Herrschaft über Armenien überreicht, auch wenn die Region weiterhin Formal dem römischen Reich angehörte.

Aber auch dieser Frieden endete als der römische kaiser Trajan 114 n.Chr. erneut gegen Parthien in den Krieg zog. Es folgten ständige Territorialkriege, die Parthien entscheidend schwächten. Aufgrund dessen und wegen innerer Konflikte ging das geschwächte Partherreich 224 n. Chr. gegen die Sassaniden unter. Dennoch blieben die Parther in Persien, bis die Araber einfielen. Anschließend wanderten vermutlich Teile von Ihnen nach Westen.

Die Seidenstraße

Parthien kontrollierte die Seidenstraße und stand durchgehend in friedlichem Verhältnis zu China, wo sie Waren einkauften und später auch selbst exportierten. Sie spielten auch eine bedeutende Zwischenhändlerrolle zwischen China und Rom, trotz der andauernden Kriege. Insbesondere Seide war bei den Römern sehr beliebt, weshalb die Handelsroute später als Seidenstraße bekannt wurde.

Quellen

Für diesen Beitrag wurden größtenteils folgende Quellen verwendet:

GEO Epoche – Das antike Persien, 2019 Link: https://www.geo.de/heftreihen/geo-epoche/geo-epoche-nr–99-das-alte-persien-30216072.html

The Parthians, Uwe Ellerbrock, 2021 Link: https://www.buecher.de/artikel/buch/the-parthians/60604912/

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